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Eisbär "Knut" im Berliner Zoo

Der Vulkan Kilauea auf Hawai (Eruption am 29. Juni 1983 - sie dauert heute noch an).

LINK: Eisbär "Knut" im Westberliner Zoo

Abschnitt 1
Vorwort
Stand der Wissenschaft
Rückblick Smog 1952

Maßnahmen gegen Smog

Klimaerwärmung steigt weiter.

Rückzug der Wissenschaftler

 

Abschnitt 2
Ursache Mikrowelle 

Gegendarstellung

Sendeenergie erwärmt die Luftmoleküle

Chlorgas und Ozonloch

Chloralkalielektrolyse

9000 Satelliten

Problemlösung

Antw. v. BM Prof. Dr. Töpfer

Das Haarp-Projekt

Angriff auf eine Radiostation

Hochfrequenzwaffen

Nuclear/Hightech-Waffen

Bevor es den Menschen gab..

Stürme/Überschwemmungen

Waldbrände

Tschernobyl/Klimawandel

WMO/Hitzewelle

Klimawandel

Gletscher schmelzen

Antarktis schmilzt

Baume sterben

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Nuclear Reaktor

CO2/Lebenserwartung

Planetensystem

Polarlichter

Universum/Zukunft

 

Abschnitt 3
Wissenschaftliche Studien

Tierversuche

Hirnschäden

92V auf das Gehirn

Blutbild 

Mobilfunk

Hautkrebs

Blut-Hirn-Schranke

Dr. Reinhard Munzert

REM-Schlaf/Stressschlaf

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Irak-Krieg Teil 4

Irak-Krieg Teil 5

 

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 Vulkane und Erdbeben    

Eine heiße Spur

"Hoffentlich bald wieder festen Boden unter den Füßen" - das wünscht sich so mancher, der bei stürmischer See auf einem Segelboot ausharren muss oder mit dem Flugzeug durch ein Gewitter fliegt. Aber der Boden unter unseren Füßen ist bei weitem nicht so fest wie es scheint.

Tatsächlich reißt die Erdkruste täglich an so genannten Scheitelzonen in den Ozeanbecken auf; glühend heiße Gesteinsschmelzen dringen nach oben. Die Folge: die Kontinente bewegen sich langsam aufeinander zu bzw. voneinander weg. Sichtbare Zeichen der gewaltigen Kräfte, die dabei wirken, sind Erdbeben und Vulkanausbrüche.

Alfred Wegener formulierte die Hypothese der Kontinentalverschiebung erstmals 1912. Aber die ungeheuerliche Vorstellung von wandernden Erdteilen war selbst Wissenschaftlern lange Zeit suspekt; Wegeners Theorie wurde deshalb über 50 Jahre lang regelrecht bekämpft. Einig schienen sich die Forscher nur darüber, was Vulkane nicht sind: Weder Goethes (1749-1832) Ansicht, sie beruhten auf Erdbränden in unendlich großen unterirdischen Kohlenlagern, noch Humboldts (1769-1859) Vorstellung, sie seien Sicherheitsventile zur Entladung der über den Erdball verteilten Kräfte, waren wissenschaftlich lange haltbar.

Erst die systematische Erforschung des Erdinneren im 20. Jahrhundert brachte Klarheit. In erster Linie lieferten seismische Messungen und die chemische Analyse von Meteoriten (wahrscheinlich entstand die Erde vor 4,5 Milliarden Jahren aus meteoritischem Material) Anhaltspunkte über den Aufbau des Erdballs. Danach bestehen die Erdkruste und der Erdmantel hauptsächlich aus eisen- und manganhaltigen Silikaten, der Erdkern, der in rund 3000 Kilometern Tiefe beginnt, dagegen vor allem aus metallischem Eisen.

Generell nehmen die Temperatur und die Dichte zum Erdmittelpunkt hin zu. Dadurch entstehen gigantische Wärme- und Materialströme sowohl im überwiegend flüssigen Kern als auch im festen Mantel. Die Forscher bezeichnen diese Umwälzungen als Konvektion und fanden darin erstmals eine plausible Erklärung für die postulierte Kontinentalverschiebung: Die Konvektion im Erdmantel ist die treibende Kraft dafür, dass sich die Kontinente verschieben.

Schnitt durch die ozeanische Erdkruste und den Erdmantel

Der Durchbruch für Wegeners Theorie kam in den 60er Jahren. Mit modernem technischen Gerät gelang es Geologen, Gesteinsproben der Ozeanböden systematisch zu untersuchen. Dabei stellten sie überrascht fest, dass diese höchstens 200 Millionen Jahre alt waren. Die kontinentale Kruste ist dagegen durchschnittlich 2 Milliarden Jahre alt. Gibt es einen Prozess, durch den sich die Ozeanböden kontinuierlich erneuerten?

        

Die Antwort liefert die bis heute gültige Theorie der Plattentektonik. Danach dringt an den mittelozeanischen Schwellen ständig Gestein aus dem Erdmantel nach oben. Die neue Erdkruste, die sich dabei bildet, wandert in Form großer Platten mit einer Geschwindigkeit von bis zu zehn Zentimetern pro Jahr wie ein Förderband nach beiden Seiten über den Erdmantel hinweg. Zwei kontinentale Platten können dabei zusammenstoßen oder sich übereinander schieben. So entstanden Gebirge wie der Himalaya.

Zum Glück erweisen sich die Kontinente dabei als weitgehend stabil. Die ozeanischen Platten dagegen werden spätestens nach 200 Millionen Jahren an so genannten Subduktionszonen wieder vom Erdmantel verschluckt. Während nur hochpräzise Messgeräte diese unterirdischen Vorgänge registrieren können, haben sie oberirdisch sehr wohl spürbare Auswirkungen in Form von Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Eines der aktivsten Vulkanfelder der Erde bilden die Inseln von Hawaii. Diese entstehen durch gewaltige Eruptionen, bei denen so viel Lava nach oben geschleudert wird, dass in weniger als einer Million Jahre zum Teil Kilometer hohe Vulkankegel aus dem Ozean wachsen. Danach erlöschen die Vulkane und versinken unter ihrem eigenen Gewicht immer tiefer im Meeresboden; viele verschwinden mit der Zeit ganz unter der Wasseroberfläche. Innerhalb der letzten 70 Millionen Jahre entstand so eine etwa 7000 Kilometer lange Kette aus rund 100 Feuerbergen, von denen heute allerdings nur noch der jüngste, der Kilauea auf der Hauptinsel Hawaii, aktiv ist.

Da sich hier das langsame Wachsen von Vulkanen besonders gut untersuchen lässt, forschen Vulkanologen aus aller Welt in dieser Gegend, darunter auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz. Wie viele ihrer Kollegen fasziniert sie vor allem die Tatsache, dass die einzelnen Schlote dieser Vulkankette von Nordwesten nach Südosten immer jünger werden. Der Grund: Unter der Inselkette, etwa 100 Kilometer tief im Erdmantel, sitzt ein so genannter Hot Spot.

Wie ein gigantischer Schweißbrenner erzeugt dieser Gesteinsschmelzen, die sich durch die feste ozeanische Kruste fressen und zunächst einen "Unterwasservulkan" (Sea Mount) bilden, der dann zu einer Vulkaninsel emporwachsen kann.

Die wie ein Förderband über den Erdmantel hinweg wandernde Erdkruste trägt den Vulkan jedoch von seiner Quelle fort, so dass er schließlich erkaltet. An seiner Stelle lässt der "Schweißbrenner" wieder einen neuen Vulkan wachsen. Auf diese Weise hat der Hawaii-Hot Spot im Laufe von Jahrmillionen jene lange Inselkette erzeugt.

Über die Ursachen von Hot Spots entwickelten die Max-Planck-Geophysiker um Albrecht Hofmann Anfang der 80er Jahre eine heute weithin anerkannte Theorie: Eine besonders heiße, aber generell feste Gesteinsschicht aus dem Erdmantel (aus einer Tiefe von 100 Kilometern) wird instabil und quillt pilzförmig nach oben. Infolge des sinkenden Drucks nahe der Oberfläche des Erdmantels, beginnt dieser so genannte Mantle Plume zu schmelzen.

Die Schmelze, Magma genannt, steigt durch Risse oder selbst gebahnte Kanäle in so genannte Magmakammern in fünf bis zehn Kilometern Tiefe auf, nahe der Basis des Vulkans. In den Magmakammern beginnt das frische Mantelmagma zu kristallisieren und sich zu dem Material zu vermischen, das schließlich als Lava an die Erdoberfläche geschleudert wird.

Die Wissenschaftler diskutieren dabei vor allem noch, woher das Plume-Gestein stammt. Handelt es sich um "normales" Gestein des tiefen Erdmantels oder spielen bei der Entstehung der "Magmapilze" komplexere geologische Prozesse eine Rolle?

Eine Antwort suchen die Wissenschaftler unter anderem in einem Bohrloch, das zu den tiefsten der Welt gehört. Es entsteht zur Zeit an der Flanke des vermutlich fast erloschenen Vulkans Mauna Kea auf Hawaii.

Die meisten Minerale werden beim Dünnschliff durchsichtig und können unter dem Mikroskop bestimmt werden (hier Hawai-Basalt).

Fünf Kilometer tief will ein internationales Team unter Beteiligung des Max-Planck-Institituts für Chemie und des Geoforschungszentrums Potsdam in die bis zu mehrere hunderttausend Jahre alten Magmaschichten vordringen. Die Bohrkerne, die die Wissenschaftler dabei zutage fördern, werden vor Ort gereinigt und kleine Proben davon dann zur Analyse unter anderem in das Institut nach Mainz geschickt.

Diese werden zunächst im Gesteinsaufbereitungslabor bearbeitet. Eine hydraulische Presse zerdrückt die Steine, spezielle Mühlen zermahlen sie dann zu feinem Pulver. Daraus bestimmen die Forscher die chemische Gesamtzusammensetzung des Gesteins. Wollen sie die Bohrkernproben in einzelne Minerale trennen, geben sie die grob zerkleinerten Steine auf einen Schütteltisch, über den Wasser läuft. So wird das Material nach Korngröße und Dichte sortiert. In einem Magnetscheider lassen sich außerdem magnetische von nicht magnetischen Mineralien trennen. Andere Teile der Bohrkernproben werden in Scheiben aufgetrennt, auf eine Glasplatte geklebt und schließlich bis auf wenige hundertstel Millimeter herunter geschliffen. Die meisten Minerale werden dabei durchsichtig und können unter dem Mikroskop bestimmt werden.

Schließlich landen winzige Proben des Bohrkerns in einem staubfreien Labor, das die Wissenschaftler nur mit Schutzkleidung durch Luftschleusen betreten. Die Mineralien werden hier in starken Säuren aufgelöst. Dann ermitteln die Forscher die Konzentration bestimmter Spurenelemente, zum Beispiel die von Barium, Rubidium, Uran oder Lanthan. Da die Konzentration einer Vielzahl von Spurenelementen in einer Gesteinsprobe mit ihrer Herkunft variiert, erhalten die Forscher auf diese Weise eine ganz spezifische "Kennlinie" - quasi einen "geochemischen Fingerabdruck". Dieser lässt sich mit bereits bekannten Kennlinien vergleichen und die Gesteinsprobe damit bestimmten Formationen zuordnen. So haben Gesteine der tiefen Ozeankruste beispielsweise eine andere Kennlinie als Gesteine, die aus dem Erdmantel stammen.

Die Forscher gehen dabei vor wie Experten der Spurensicherung bei der Polizei: Diese können einen Täter ja auch anhand seines Fingerabdrucks zweifelsfrei identifizieren, vorausgesetzt dieser Fingerabdruck befindet sich bereits in der polizeilichen Datenbank. In einem für die Geowissenschaften bisher einzigartigen Projekt haben die Max-Planck-Forscher ebenfalls eine Datenbank für "geochemische Fingerabdrücke" angelegt: die Gesteinsdatenbank GEOROC. In ihr werden die Ergebnisse der Gesteinsanalysen von Vulkanen auf der ganzen Welt zentral gespeichert. So können Wissenschaftler von überall über das Internet ihre Daten mit denen ihrer Kollegen vergleichen und damit unter anderem - genau wie die Geophysiker um Albrecht Hofmann im Fall des Mauna Kea auf Hawaii - versuchen, die Herkunft bestimmter Gesteine zu ermitteln.

Die sorgfältige Analyse verschiedener Hawaii-Laven zeigt, dass durch die Vulkane ein in seinem Ursprung sehr vielfältiges Gestein aus dem Erdinneren heraus geschleudert wird. So entsprechen die geochemischen Fingerabdrücke von Proben des Mauna Loa und Mauna Kea dem von tiefer Ozeankruste, die hauptsächlich aus dem Mineral Feldspat besteht. Andere Vulkane werden eher aus Basalten gebildet, die aus der oberen Ozeankruste stammen.

Allerdings konnten die Mainzer Forscher zeigen, dass dieses Material nicht demjenigen entspricht, das heute unter den Vulkanen liegt. Vielmehr handelt es sich um Kruste, die wahrscheinlich vor ein bis zwei Milliarden Jahren an Subduktionszonen vom Erdmantel verschluckt wurde, lange in großen Tiefen schlummerte und dann im Schlot eines Mantle Plume wieder nach oben befördert wurde.

Damit wären Vulkane Teile eines gigantischen geologischen Recyclingprozesses. Diese neuen Forschungsergebnisse haben großes Aufsehen erregt, weil sie der bisherigen Vorstellung widersprechen, nach der Magmapilze "normales" Gestein des tiefen Erdmantels an die Erdoberfläche fördern.

Zuhause haben die Mainzer Forscher Gelegenheit, weniger spektakuläre aber genau so interessante Feuerberge zu studieren. Denn nordwestlich von Mainz erstrecken sich das etwa 50 Kilometer lange Westeifelvulkanfeld mit rund 240 Vulkankegeln sowie das ca. 35 Kilometer lange Osteifelvulkanfeld mit immerhin rund 100 Schloten, darunter auch der Laacher See.

Wo heute Wanderer und andere Touristen eine friedliche, hügelige Landschaft genießen, brodelte vor 10 bis 40 Millionen Jahren eine Hexenküche, die typische Intraplattenvulkane entstehen ließ.Dabei liegen die Eifelvulkane auf einer Scholle, dem so genannten Rheinischen Schild, der sich in den vergangenen 40 Millionen Jahren zwei mal hob und auch heute noch in Bewegung ist.

Die Wahrscheinlichkeit, dass in der Eifel in naher Zukunft ein neuer Feuerberg entsteht oder dass einer der schlummernden Schlote erneut ausbricht, ist zum Glück verschwindend gering. Zu dieser Ansicht gelangten zumindest Geologen, die Gestein aus einem der unzähligen Steinbrüche in der Eifel untersucht haben. Übrigens: Auch mit der Mainzer Datenbank konnte bisher noch kein Wissenschaftler zweifelsfrei nachweisen, wie die Vulkanfelder in der Eifel entstanden sind.

Genauere Vorstellungen haben die Geologen dagegen davon, wie Vulkane entlang des "Feuerrings" - dem Hinterland der pazifischen Anrainerstaaten und ihrer vorgelagerten Inselgruppen - entstehen. Hier ereigneten sich fast alle spektakulären Ausbrüche der letzten 200 Jahre (z.B. der des Mount St. Helen, 1980, im US-amerikanischen Bundesstaat Washington, des El Chichon, 1982, in Mexiko und des Pinatubo, 1991, auf den Philippinen).

Die meisten Vulkane lagen dabei dicht an der Küste eines Kontinents und entlang der Subduktionszonen, wo im übrigen auch die meisten Erdbeben entstehen.

Die Kennlinien von sechs Strontiumreichen Schmelzeinschlüssen in Olivin aus Lava vom Mauna Loa im Vergleich mit ozeanischem Gabbro und Feldspat.

Die besonders silikathaltigen Laven von Subduktionszonen-Vulkanen sind zähflüssig und häufig mit Schwefeldioxid, Chlor- und Fluorwasserstoff aber auch Wasserdampf beladen. Die zunächst in der Gesteinsschmelze gelösten Gase "perlen" beim Aufstieg der Laven zur Erdoberfläche aus, ähnlich den Kohlendioxid-Bläschen bei einer frisch geöffneten Seltersflasche, mit allerdings weniger erfrischendem Ergebnis: Der hohe Innendruck der Gasblasen reicht aus, um die glühende Gesteinsmasse vor Erreichen der eigentlichen Austrittsmündung explosionsartig in kleine Lavafetzen zu zerreißen, das entstandene Gas/Feststoffgemisch auf Überschallgeschwindigkeit zu beschleunigen und kilometerhoch in die Atmosphäre zu katapultieren.

Eindringendes Grund- oder Oberflächenwasser, das schlagartig verdampft und dabei ein Vielfaches seines Flüssigkeitsvolumens einnimmt, potenziert die zerstörerische Gewalt solcher Treibladungen. Die aufsteigende Eruptionssäule saugt große Mengen kalter Umgebungsluft an, die sich im Kontakt mit den heißen Förderprodukten ebenfalls erhitzt und für zusätzlichen Auftrieb sorgt. Die leichteren Aschepartikel und Gasmoleküle werden bis über 40 Kilometer hoch in die Stratosphäre transportiert und anschließend rund um den Globus verteilt.

Die meisten Menschen werden diese geballten Energien in Form eines Vulkanausbruchs wohl niemals direkt erleben. Es kann aber passieren, dass auch wir - beispielsweise als Passagiere an Bord eines Flugzeugs - die Folgen zu spüren bekommen: Auf dem Flug eines vierstrahligen Jets von London nach Tokio über Alaska kam es in einer Flughöhe von über 10.000 Metern zum Ausfall sämtlicher Triebwerke. Nach einem drastischen Sinkflug gelang es dem Piloten, die Triebwerke wieder zu starten und die Maschine sicher zu landen. Passagiere und Besatzung kamen noch einmal mit dem Schrecken davon. Was war geschehen?

Vulkanasche vom Ausbruch des Mount Redoubt westlich von Anchorage hatte die Drucksensoren der Turbinen außer Funktion gesetzt. Dieser dramatische Zwischenfall zeigt, wie sich jede größere Aktivität eines in die Atmosphäre eruptierenden Vulkans unvorhersehbar auf Mensch und Natur auswirken kann - insbesondere auch auf das Klima und andere meteorologische Phänomene. Während die Vulkanasche nämlich innerhalb weniger Tage wieder auf die Erde niederrieselt, wird das ebenfalls freigesetzte Schwefeldioxid photochemisch in der Stratosphäre oxidiert und verbindet sich dort mit Wasser zu Schwefelsäuretröpfchen. Ihre Wechselwirkung mit Sonnen- und Wärmestrahlung ändert das Klima für wenige Jahre.

Simulation der Ausbreitung vulkanischer Aschewolken

GesellschaftBis zum April 1991 gehörte der Pinatubo nicht zu den häufig genannten Vulkanen der Philippinen. Man wusste nur eher vage, dass er wohl vor ungefähr 600 Jahren aktiv gewesen war. Allerdings hatte die geologische Interpretation der Ablagerungen gezeigt, dass der Pinatubo, würde er wieder ausbrechen, eine erhebliche Gefahr für die umliegenden Siedlungen darstellen könnte. Am 2. April 1991 zeigte er sein Wiedererwachen mit ersten Explosionen und Ascheneruptionen an. Über zwei Monate steigerte sich die seismische Unruhe, die vulkanischen Eruptionen und die Deformation des Vulkankegels nahmen kontinuierlich zu.

Anfang Juni wurden bis zu 2000 Beben pro Tag registriert. Der Vulkan stieß jetzt täglich nahezu 5000 Tonnen Schwefeldioxid aus, die aschebeladenen Eruptionssäulen stiegen bis 8000 Meter in die Atmosphäre. Am 15. Juni teilte der vulkanologische Dienst die höchste Alarmstufe mit: Großeruption innerhalb von Stunden möglich. Eine stetige Eruptionssäule stieg bis in 40 Kilometer Höhe, Aschen fielen noch im 2500 Kilometer entfernten Singapur. Der Gipfel des Kegels wurde weggesprengt und stürzte ein...

Beobachtungen nach der Eruption zeigten: An der Erdoberfläche war die Temperatur im Mittel um 0,5°C abgekühlt; die Ozonkonzentration in der Stratosphäre war um bis zu 50% gesunken und es kam zu einer veränderten Zirkulation der Atmosphäre. Mit Hilfe von Computersimulationen können die Wissenschaftler mittlerweile feststellen, welche Faktoren den Verlauf einer Eruption bestimmen und wie diese voneinander abhängen. So wurde erkannt, dass neben Zusammensetzung und Temperatur des Magmas auch die meteorologischen Umgebungsbedingungen maßgeblich für die Höhe der Eruptionssäule und die Ausbreitung von Spurenstoffen in der Atmosphäre sind.

 

Im Mai 2006 benachrichtigte der Astronaut Jeff Williams das Vulkaninstitut in Alaska über den Ausbruch des Cleveland Vulkans. Kurz danach schoss er dieses eindrucksvolle Foto der gigantischen Aschewolke.

 

05.05.2008 - Vulkanausbruch in Chile - Die Geisterstadt

4000 Menschen sind vor dem Vulkan Chaitén geflohen. Der lange Jahre inaktive Berg spuckte Lava und stieß eine 20 Kilometer hohe Rauchwolke aus. Der Ort Chaitén wurde evakuiert.

Nach dem Ausbruch des Vulkans Chaitén im Süden Chiles haben die Behörden bis Sonntag fast die gesamte gleichnamige Kleinstadt evakuiert. Nur etwa 100 der rund 4000 Bewohner der zehn Kilometer vom Vulkan entfernten Stadt Chaitén weigerten sich, ihre Häuser zu verlassen.

Der örtliche Gouverneur, Sergio Galilea, sprach von einer "Geisterstadt". Auch aus Dörfern der Umgebung wurden Menschen in Sicherheit gebracht. Dichter Rauch und Vulkanasche hatten bei vielen Menschen Atembeschwerden und Augenbrennen ausgelöst.

Die meisten Menschen wurden mit Schiffen aus der Stadt am Pazifik in sicherere Gebiete gebracht. Über dem 1000 Meter hohen Chaitén stand unterdessen eine bis zu 20 Kilometer hohe Rauchwolke. Nach Angaben der Leiterin des Katastrophenschutzamtes, Carmen Fernández, war die weitere Entwicklung des Vulkans völlig unklar. Auch ein großer Ausbruch mit Lava sei möglich.

 

Der seit langem inaktive Vulkan etwa 1000 Kilometer südlich von Chiles Hauptstadt Santiago war am Freitag ausgebrochen und hatte den Himmel verdunkelt. "Die Sicht war zeitweise gleich Null, es war wie mitten in der Nacht", wurde Arturo Carvallo, Bürgermeister der chilenischen Ortschaft Futaleufú, zitiert. Die Asche rieselte vom Himmel, Wälder und Dörfer sahen aus wie mit Raureif überzogen. Tief aus der Erde sei ein dumpfes Grollen zu vernehmen, und immer wieder komme es zu leichteren Erdbeben.

Chiles Präsidentin Michelle Bachelet rief die Bürger zur Ruhe auf und reiste am Sonntag nach Chaitén. Viele Menschen im Umkreis des Vulkans hatten panikartig auf den Ausbruch reagiert. Vor allem haltbare Lebensmittel, Kerzen und Batterien für Taschenlampen waren in den Geschäften schnell Mangelware. Auch der einzige Geldautomat am Ort war nach kurzer Zeit leer. Die Behörden verteilten Atemschutzmasken, Tankwagen versorgten die Menschen mit Trinkwasser.

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Erdbeben

 

Montag, 12Mai 2008 - Erdbeben - Erdstöße in Metropolen Chinas - mehr als 50.000 Tote
"Wir haben noch nie ein solches Beben erlebt"

Die Opferzahlen steigen unaufhörlich, der chinesische Krisenstab befürchtet doppelt so viele Tote, wie bislang angenommen. Eine "ernste Gefahr" geht zudem von beschädigten Staudämmen aus. 100.000 Soldaten sind im Einsatz.

Drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben in China berichten amtliche Medien unter Hinweis auf den Krisenstab von einer Opferzahl von 50.000 Toten. Noch am Donnerstagmorgen wurde offiziell von 20.000 Toten berichtet.

Für mehr als 20.000 Verschüttete schwinden mit jedem weiteren Tag die Überlebenschancen. Rund 100.000 Soldaten sind im Einsatz oder mobilisiert, um bei den Bergungsarbeiten zu helfen. Den Überlebenden drohte indessen neue Gefahr durch beschädigte Staudämme. Regierungschef Wen Jiabao entsandte weitere hundert Hubschrauber.

Über den schwer zugänglichen Orten im Erdbebengebiet der Provinz Sichuan sprangen Fallschirmspringer ab. Tonnenweise wurden Hilfsgüter abgeworfen. Rund 65.000 Menschen sind verletzt worden, davon mehr als 10.000 schwer, wie chinesische Medien berichteten.

China erlaubte einem japanischen Rettungsteam, nach Sichuan zu reisen. Auch wurde das Angebot Taiwans, Bergungsspezialisten zu schicken, angenommen. Zwei russische Frachtflugzeuge brachten bereits tonnenweise Hilfsgüter in die Provinzhauptstadt Chengdu. Eine groß angelegte Hilfsaktion ist angelaufen. Es mangelt den Überlebenden an Trinkwasser, Nahrung, Medikamenten und Zelten. Einige zehntausend Obdachlose verbrachten die dritte Nacht unter Planen und notdürftig gezimmerten Unterständen im Freien.

Der Minister für Wasserressourcen, Chen Lei, sprach in Peking von einer "ernsten Gefahr" durch beschädigte Staudämme. Viele der Wasserreservoirs in Sichuan wiesen "erhebliche Schäden" durch das Erdbeben auf. Diese seien bislang unbekannt gewesen. Es sei nötig, die potenziellen Gefahren zu ermitteln, sagte der Minister laut Nachrichtenagentur Xinhua.

Panik in Chengdu

Das Epizentrum des Bebens lag rund 90 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt der dichtbevölkerten Provinz Sichuan, Chengdu, in etwa zehn Kilometern Tiefe. Das Beben erreichte die Stärke 7,8 auf der Richterskala. 1976 waren bei einem Beben mit geringerer Stärke in Sichuan eine Viertelmillion Menschen ums Leben gekommen.

 

Kleine Wunder

Dies sei entscheidend, um weitere Katastrophen zu verhindern. "Dammbrüche können zu massenhaft Opfern führen, wenn die Inspektionen und die Rettungsarbeiten nicht rechtzeitig erfolgen", warnte auch sein Vizeminister laut China Daily. Im Landkreis Maoxian waren zwei Staudämme so "schwer beschädigt", dass Evakuierungen angeordnet wurden.

Oberhalb der Stadt Beichuan, wo noch tausende Verschüttete unter Trümmern liegen, wurde der Jianjiang-Fluss durch einen großen Erdrutsch blockiert. Das Wasser staute sich an der Barriere aus Geröll und Felsen zu einem See, so dass eine Flutwelle befürchtet wurde.

"Wenn die Blockade im Fluss bricht, wird eine Flutwelle die Stadt überschwemmen", warnte ein Experte in chinesischen Medien. "Die Verschütteten würden alle umkommen." Das Seismologische Amt in Sichuan berichtete, Experten seien zu der Stelle gefahren, um die Bedrohung einschätzen zu können. Die Bergungsarbeiten in der Stadt wurden am Donnerstag trotz aller Gefahren fortgesetzt.

Durch das Erdbeben kamen auch rund 50 chinesische Touristen ums Leben. Zwei Reisende aus Taiwan wurden ebenfalls getötet, darunter ein dreijähriges Kind. Ein 56-Jähriger, der in einer Seilbahn feststeckte, stürzte bei einer Rettungsaktion 50 Meter in den Tod.

Ein Deutscher, der in der Stadt Deyang im Erdbebengebiet lebte, starb "an einer natürlichen Krankheit", wie das Außenministerium erläuterte.

Mehr als 3000 Reisende, darunter rund 700 ausländische Besucher, wurden aus den zwei beliebten Tourismusregionen Jiuzhaigou und Wolong in die Provinzhauptstadt Chengdu in Sicherheit gebracht. Das Militär flog 33 Touristen aus Großbritannien, den USA und Frankreich mit einem Hubschrauber vom Panda-Reservat in Wolong nach Chengdu. Das Naturreservat lag nur 30 Kilometer vom Epizentrum des Erdbebens der Stärke 7,8 am Montag entfernt. Auch alle 86 Riesenpandas in Wolong haben die Erdstöße unbeschadet überstanden.

Angesichts der vielen Verschütteten wiesen Experten darauf hin, dass der Mensch nach einer medizinischen Faustregel in der Regel nur drei Tage ohne Wasser auskommen kann. Unter Stein- und Schuttmassen begraben könne die Angst den Stoffwechsel ankurbeln und die körpereigenen Reserven noch schneller aufbrauchen. Noch gefährlicher ist die Situation für Kinder. In den Trümmern von mindestens neun Schulen waren hunderte Schüler begraben worden.

Dennoch gibt es auch hoffnungsvolle Meldungen: Aus den Erdbebentrümmern ist nach 68 Stunden ein elfjähriges Mädchen lebend geborgen worden. Das berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP aus der schwer beschädigten Stadt Yingxiu im Südosten Chinas.

 

China befürchtet Umweltkatastrophe

Nach dem schweren Erdbeben wurden mehrere Kohlbergwerke, Chemieanlagen und Gaswerke geschlossen, die Atomkraftwerke werden überprüft.

Nach dem verheerenden Erdbeben in China hat das Umweltministerium in Peking zur Verhinderung eines Atomunfalls die Entsendung von Experten in die betroffenen Gebiete im Südwesten und in der Mitte des Landes angekündigt.

Die Behörde für Arbeitssicherheit erklärte am Dienstag auf ihrer Webseite, der Betrieb müsse umgehend eingestellt und die Mitarbeiter in Sicherheit gebracht werden. Die Behörde äußerte sich nicht dazu, wie groß die Schäden an den Fabriken sind. Der größte Stromversorger des Landes erklärte, mindestens Elektrizitätswerke und acht Umspannwerke seien ausgefallen.

Samstag, 17. Mai 2008 - Stärke 6,1 - Nachbeben in Sichuan

Die Menschen in der chinesischen Provinz Sichuan kommen nicht zur Ruhe: Ein heftiges Nachbeben der Stärke 6,1 hat die Erde im Katastrophengebiet für 45 Sekunden zittern lassen, wie das Geologische Institut der USA mitteilte. Zahlreiche Menschen rannten in Panik auf die Straßen. Bei dem verheerenden Beben der Stärke 7,9 am Montag kamen nach offiziellen Angaben mindestens 29.000 Menschen ums Leben. Die Regierung in Peking befürchtet insgesamt jedoch mehr als 50.000 Tote.

Alle Familien, die durch das Erdbeben Angehörige verloren haben, sollten zunächst eine Entschädigung von 5.000 Yuan (460 Euro) bekommen, wie die Regierung bekanntgab. Die Überlebenden im Katastrophengebiet sollten außerdem eine tägliche Essensration und zehn Yuan (90 Cent) bekommen. Inzwischen waren nach Regierungsangaben 148.000 Soldaten und Polizisten bei den Rettungsarbeiten im Einsatz.

Dammbruch droht

Unterdessen droht neue Gefahr durch einen Dammbruch. In aller Eile wurde die Stadt Beichuan evakuiert, weil eine Flutwelle befürchtet wurde. Tausende Menschen und Bergungsmannschaften flüchteten in höher gelegene Gebiete. Staats- und Parteichef Hu Jintao besuchte unterdessen die am schlimmsten betroffenen Gebiete, um sich ein Bild von den Zerstörungen zu machen.

Ein vermisster Deutscher hat das schwere Erdbeben in Südwestchina unverletzt überlebt. Anders als zuvor berichtet, musste der Mann jedoch nicht aus Trümmern geborgen werden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua erklärte. Der 62 Jahre alte Mann habe bis zum Eintreffen der Rettungskräfte unverletzt zusammen mit den Bewohnern des Dorfes Taogan ausgeharrt.

"Mit mir ist alles in Ordnung", sagte der Mann laut Xinhua. Der Bergsteiger war den Angaben zufolge mit zwei chinesischen Begleitern unterwegs, die ebenfalls wohlauf seien. Die Reise hatte demnach ein Münchner Tourveranstalter organisiert; wo der Mann herkommt, wurde nicht mitgeteilt.

Erst jetzt evakuiert

Bereits am Donnerstag sei er in dem Ort Taoguan im schwer betroffenen Landkreis Wenchuan geortet worden, konnte aber erst jetzt, 114 Stunden nach dem Erdbeben, bei Evakuierungen in Sicherheit gebracht werden. Zuvor war er von den Anwohnern mit Nahrung und Wasser versorgt worden. Nach Angaben eines Militärangehörigen soll der Deutsche in die Provinzhauptstadt Chengdu gebracht werden, sobald ein passendes Fahrzeug gefunden sei.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte: "Der Fall ist uns bekannt. Es handelt sich um die Person, die sich heute bei den deutschen Stellen gemeldet hat." Angaben zur Person und zu Details des Falles wollte die Sprecherin aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht machen. Das Auswärtige Amt spricht bisher von "einigen wenigen Vermisstenmeldungen" Deutscher in der Region.

Bei der Evakuierung der Stadt Beichuan wegen des drohenden Dammbruchs flüchteten derweil die Bergungsmannschaften und Tausende Menschen eiligst in höher gelegene Gebiete, wie die ARD- Korrespondentin Ariane Reimers berichtete, während sie selber mit dem Kameramann und einer Assistentin den Berg heraufrannte. Die Menschen riefen "lauft, lauft" oder "schnell, schnell". "Alle helfen sich gegenseitig, auch an Engpässen." Anfangs habe es kurz Panik und Hektik gegeben, doch sei die Evakuierung nach zehn Minuten eher wie ein "geordneter Rückzug" verlaufen. "Alle ziehen aus der Stadt ab." Kurz zuvor hatten Soldaten laut amtlicher Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, der Wasserstand steige und der Damm könne "jederzeit brechen". Es müsse evakuiert werden.

Erdrutsch blockierte Fluss

Die Gefahr droht nach Angaben der Provinzregierung von einem Damm oberhalb von Beichuan. Bei dem Erdbeben am Montag hatte ein Erdrutsch einen Fluss blockiert, so dass sich ein See herausbildete. Experten waren bereits zu diesem natürlichen Damm aus Geröll, Felsen und Erde gefahren, um die Gefahr einschätzen zu können. Die Behörden hatten auch das Wasser aus dem Fluss, der an Beichuan vorbeifließt, abgelassen, möglicherweise um Platz für eine Flutwelle zu schaffen. "Der Fluss ist leer", bestätigte Korrespondentin Reimers nur zehn Minuten, bevor plötzlich Alarm geschlagen wurde. Die Zerstörung in der Stadt, wo nur 10.000 der 30.000 Einwohner überlebt haben, nannte Reimers "unfassbar". "Alles ist voller Leichen."

Die Zahl der amtlich bestätigten Toten durch das Erdbeben stieg am Samstag auf fast 29.000. Die Zahl der Verletzten gab die Regierung mit fast 200.000 an. Im Erdbebengebiet haben rund fünf Millionen Obdachlose eine fünfte Nacht in meist notdürftigen Unterständen verbracht. Durch die schlechten hygienischen Bedingungen stieg bei feuchtwarmem Wetter die Seuchengefahr. Die Leichen können nicht schnell genug beerdigt oder eingeäschert werden. Trotz der angelaufenen großen Hilfsaktion mangelt es an ärztlicher Versorgung. Mehr als 100.000 Soldaten sind im Einsatz, um in den Trümmern nach Opfern zu suchen und die Hilfe zu organisieren.

Überlebende berichten Unfassbares

Einige Überlebende, die fast 100 Stunden nach dem Beben noch aus den Trümmern gerettet worden waren, schilderten, wie sie sich am Leben gehalten haben. Der 46-jährige Peng Zhijun berichtete, seinen eigenen Urin getrunken und sich von Papiertaschentüchern und Zigaretten ernährt zu haben. "Ich musste mich selber retten", sagte der Mann laut Xinhu. Er steckte mit einem gebrochenen Arm und leichten Beinverletzungen in den Trümmern eines Gebäudes in der schwer zerstörten Stadt Beichuan fest. "Ich habe Zigaretten auseinandergebrochen und den Tabak gegessen. Als die Zigaretten aufgebraucht waren, habe ich die Papiertaschentücher genommen."

Er habe nur einen Arm bewegen können. "Ich habe es irgendwie geschafft, meinen Schuh auszuziehen und meinen Urin zu sammeln." Immer wieder hat Peng Zhijun gegen eine eingestürzte Wand geklopft, um auf sich aufmerksam zu machen. Als fast 100 Stunden vorbei waren, habe ihn ein Bergungstrupp gefunden. "Sie waren begeistert, mich lebend zu finden - so wie ich. Ich habe laut geweint." Drei andere Überlebende wurden mit ihm geborgen. Auch sie hatten ihren Urin getrunken. Er habe andere ermutigt, seinem Beispiel zu folgen, sagte Peng Zhijun. "Aber sie haben nicht gehört." Mehr als zehn Verschüttete seien um ihn herum gewesen. "Am Anfang waren sie alle noch am Leben."

 

Die folgenschwersten Naturkatastrophen

Juni 1990: Ein Erdbeben der Stärke 7,7 im Nordwesten von Iran tötet 50.000 Menschen.

April 1991: Ein Zyklon in Bangladesch reißt 140.000 Menschen in den Tod.

Oktober 1998: In Mittelamerika sterben während des Hurrikans "Mitch" rund 9.000 Menschen.

August 1999: Im Westen der Türkei kommen bei einem Erdbeben der Stärke 7,4 etwa 17.000 Menschen um.

Dezember 2003: Ein Beben der Stärke 6,5 im Südosten des Irans tötet 26.000 Menschen.

Dezember 2004: Der verheerende Tsunami nach einem Erdbeben der Stärke 9,0 im Indischen Ozean reißt etwa 230.000 Menschen in den Tod.

August 2005: Beim Hurrikan „Katrina“ an der Golfküste der USA sterben in Louisiana und Mississippi mindestens 1.600 Menschen.

Oktober 2005: Im Norden Pakistans kommen bei einem Erdbeben der Stärke 7,6 etwa 78.000 Menschen ums Leben.

Mai 2008: Der Zyklon "Nargis" verwüstet große Teile von Birma. Angaben staatlicher Medien vom Montag zufolge wurden mindestens 82.000 Menschen getötet, weitere 30.000 gelten als vermisst.

Mai 2008: Bei einem Erdbeben der Stärke 7,8 in der zentralchinesischen Provinz Sichuan kommen tausende Menschen ums Leben. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua gab die Zahl der Todesopfer am Montagabend mit mehr als 8.500 an.

15. April 2008 - Wolken können Erdbeben vorhersagen
ZOOM Möglicherweise können bestimmte Wolkenformen ein drohendes Erdbeben anzeigen. Forscher hatten auf Satellitenfotos vom Dezember 2004 eine ungewöhnliche Wolkenlücke über der größten geologischen Verwerfungszone des südlichen Iran entdeckt. 69 Tage später ereignete sich dort ein Erdbeben, das 600 Menschen tötete.

 

VIDEO: Erdbeben Frühwarnungen

Möglicherweise können bestimmte Wolkenformen ein drohendes Erdbeben anzeigen. Diese Vermutung äußern die chinesischen Geophysiker Guangmeng Guo und Bin Wang von der Nanyang Normal University in Henan.

Wie das Wissenschaftsmagazin "New Scientist" unter Bezugnahme auf das "International Journal of Remote Sensing" berichtet, haben die Forscher auf Satellitenaufnahmen von Dezember 2004 eine ungewöhnliche Wolkenlücke über der größten geologischen Verwerfungszone des südlichen Iran entdeckt. Die Lücke erstreckte sich über Hunderte von Kilometern exakt entlang der Verwerfungszone. Sie war mehrere Stunden sichtbar und verharrte an genau dieser Linie, obwohl sich die Wolken in der Umgebung weiterbewegten. Zugleich, so berichten die Wissenschaftler, zeigten Wärmebildaufnahmen derselben Region, dass die Temperatur des Bodens an der Verwerfung erhöht war. 69 Tage später ereignete sich hier ein Erdbeben, das 600 Menschen tötete. Zu einem gleichartigen Zusammentreffen einer charakteristischen Wolkenlücke und einem etwa zwei Monate später sich ereignenden Erdbeben kam es im Dezember 2005. Die Geowissenschaftler vermuten, dass es an der Bruchzone zu einem Ausbruch von heißen Gasen gekommen ist. Die aus der Bruchzone aufsteigende Wärme könnte die Wassertropfen der Wolken dann zur Verdunstung gebracht haben - sodass sie sich auflösten. Eine andere Theorie besagt, dass beim Zusammenpressen von Gesteinen, wie es an geologischen Verwerfungen üblich ist, positiv geladene Ionen in die Luft abgegeben werden. Diese Ionen könnten ebenfalls die Wolkenbildung - oder ihre Auflösung beeinflussen.

Noch ist aber unter Guos und Wangs Kollegen umstritten, ob die Beobachtung tatsächlich eine Erdbebenvorhersage ermöglicht, ja, ob es überhaupt einen ursächlichen Zusammenhang gibt. Mike Blanpied vom Geologischen Dienst der Vereinigten Staaten entgegnet: Es existiere keine wissenschaftlich fundierte Erklärung dafür, warum diese meteorologische Erscheinung auftauchen und wieder verschwinden und es volle zwei Monate später zu einem Erdbeben kommen könnte. 

Forscher vermuten natürlichen Kernreaktor im Erdinneren

Er hätte die Kraft von 5000 Atomkraftwerken: Zwei Forscher aus Südafrika und den Niederlanden vermuten, dass tief im Inneren der Erde ein riesiger nuklearer Reaktor existiert. Allerdings sind längst nicht alle Wissenschaftlerkollegen von der Theorie überzeugt.

London - Etwa 2900 Kilometer unter der Erdoberfläche brennt das nukleare Feuer eines riesigen, natürlichen Kernreaktors. Das vermuten jedenfalls der Physiker Rob de Meijer von der Universität in Kapstadt und der Geochemiker Wim van Westrenen von der Freien Universität in Amsterdam. Die Theorie der Forscher: An der Grenze zwischen Erdkern und Erdmantel könnten sich große Mengen Uran, Thorium und Plutonium stark genug konzentriert haben, um eine atomare Kettenreaktion in Gang zu halten. Über die These der Geowissenschaftler berichtet "Nature News".
Natürliche Kernreaktoren sind auf der Erde bisher nur in einer Region bekannt: Vor etwa 1,7 Milliarden Jahren begann in einer Felsformation im heutigen Gabun in Afrika eine nukleare Kettenreaktion, die rund 500.000 Jahre lang andauerte. Ausgelöst wurde sie durch eine außergewöhnlich hohe Konzentration des Elements Uran im Gestein. Die Reaktion wurde durch eindringendes Wasser gesteuert - ähnlich wie bei einem künstlichen Kernreaktor, der durch Wasser moderiert wird, wie Kerntechniker sagen.

Weitaus energiereicher müsste das nukleare Feuer der Kernreaktoren sein, die Westrenen und Meijer viel weiter unter der Erdoberfläche vermuten. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler könnten die Reaktoren dort Leistungen von rund fünf Terawatt aufweisen, was etwa der Wärmeproduktion von 5000 Kernkraftwerken entspricht. Ein solcher Reaktor könnte sogar als eine Art Schneller Brüter arbeiten und - einmal in Gang gesetzt - seinen Brennstoff selbst herstellen.

Allerdings sind laut den Berechnungen der Forscher die Konzentrationen der spaltbaren Elemente in dieser Zone im Durchschnitt um den Faktor 20 zu niedrig. Doch könnten Schmelzprozesse und andere geologische Vorgänge die Materialdichte so weit erhöht haben, dass eine Reaktion in Gang gekommen ist. Für diese These sprechen zudem Untersuchungen an Edelgasen wie Helium und Xenon in Magma aus dem Erdinneren. Bei diesen wurden bisher unerklärliche Isotopenverhältnisse entdeckt, die auf Kernreaktionen zurückgehen könnten.

Doch Rainer Kind, Seismologe am Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam, ist eher skeptisch: Voraussetzung für die Hypothese, so sagt er im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE, sei die Existenz einer über Milliarden Jahre ungestörten Zone an der Grenze zwischen Erdkern und -mantel. "Ich glaube, eine solche ungestörte Zone gibt es dort nicht." Der Kern sei wie eine Kochplatte, die besonders den unteren Teil des Mantels, die sogenannte D-zwei-Strich-Zone, aufheize und damit mobilisiere. Seismisch sei diese Zone besonders kompliziert - und zu unruhig für die Theorie von Westrenen und Meijer.

Die schlagen folgenden Nachweis für die von ihnen postulierten Reaktionen vor: Bei den Reaktionen tief im Erdinneren würden Antineutrinos frei, die nahezu unbehelligt die Erde durchqueren könnten - und sich mit speziellen Detektoren nachweisen ließen. Derzeit entwickeln Wissenschaftler Detektoren, mit denen sich auch die Richtung nachweisen lässt, aus der die Teilchen kommen. So könnte die Position der natürlichen Kernreaktoren bestimmt werden - falls sie existieren.

 

Der Ausbruch des Nyiragongo - eine HAARP-Aktion?

 Vulkanausbrüche können mit tektonischen Verschiebungen verbunden sein, diese lassen  Rückschlüsse auf Bodenschätze einschließlich Öl zu.

Am 17.01.2002 brach wiederum aus der  Nyiragongo/Kongo, der als  aktivster Vulkan Afrikas gilt, gelegen im Dreiländer-Eck Kongo/Ruanda/Uganda. Ist das eine HAARP-Aktion, vielleicht als - vorläufiger - Ersatz für den Krieg gegen Somalia, der infolge der Indiskretion von Rudolf Scharping verschoben wurde?

 Ein schwerer Ausbruch des Nyiragongo mit mehr als 2.000 Toten ereignete sich 1977, ein Jahr nach dem 200. Jahrestag von 1776. Das Erdbeben in Tangshan/China mit mindestens 250.000 Toten war seismologisch schwer erklärlich. Jedoch fand es im Juli 1976 statt, also auf den Monat genau 200 Jahre nach der US-Unabhängigkeitserklärung und ebenso 200 Jahre nach Gründung der Illuminaten. Somit ist ein künstlich von HAARP ausgelöstes Erdbeben in Betracht zu ziehen. Ebenso ist HAARP in Betracht zu ziehen, wenn im erdbebenruhigen Deutschland Erdbeben ganz ungewohnter Stärke auftreten. Ein solches auf HAARP verdächtiges Beben trat vor einigen Jahren in der Nacht zu einem 13. April auf. Das Epizentrum lag im Dreiländereck Deutschland-Holland-Belgien. Im Juli 2001 brach  zeitgleich mit dem G8-Gipfel in Italien der Ätna aus. (siehe hierzu auch "Tsunami" und "Gletscher schmelzen" und "Antarktis schmizt")

„Die Menschheit muss durch Zwist, Hass, Streit, Neid, ja selbst durch Entbehrungen, Hunger,

Einimpfen von  Krankheiten so erschöpft werden, dass sie keinen anderen Ausweg sieht, als ihre  Zuflucht zu unserer vollständigen Oberherrschaft zu nehmen.“ 10. Illuminaten Protokoll v. 1897. 

© Klaus-Peter Kolbatz

Literatur: "Kapitalverbrechen an unseren Kindern" ISBN 3833406240

Der Kröte ins Maul geschaut

132 n.Chr. das wahrscheinlich erste Gerät zur Ortung von Erdbeben. Eine Vase aus Bronze war mit acht nach außen gerichteten Drachenköpfen verziert. Jeder der Drachen trug in seinem Maul eine Bronzekugel. Erreichte eine Erschütterung das Gefäß, so wurde im Inneren ein Mechanismus ausgelöst und einer der Drachen ließ die Kugel in das weit geöffnete Maul einer der acht Kröten-Nachbildungen fallen, die sich direkt unter den Drachen befanden. So konnten auch noch Erdbeben aus weiter Entfernung richtungsgenau registriert werden, lange bevor erste Boten mit der Schreckensnachricht eintrafen.

Bild Quelle: Mystisches

Freitag, 13. Mai 2008

VIDEO: Spiegel-Online - Bunter Himmel kündigt Erdbeben an !?

Mysteriöses Leuchten: Bunter Himmel vor China- Erdbeben Video abspielen...

Poolalarm wurde eigentlich konzipiert um unbeaufsichtigte Kinder und Kleintiere vor dem Ertrinken in Swimmingpools zu bewahren und rechtzeitig Alarm zu geben.

Eines Tages wurde in einem Swimmingpool in Berlin ohne erkennbaren Grund Alarm ausgelöst. Nachforschungen hatten ergeben, dass einige Stunden zuvor am 17.08.1999 ein Erdbeben in Türkei  der Stärke 7,6 stattfand und hierbei ca. 18.000 Menschen starben. Nach Auskunft des Seismologischen Institutes Ruhr-Universität Bochum, wurde als Grund hierfür, Langwellen im Erdreich benannt.

Das Gerät wurde entsprechend technisch geändert und mit Justiermöglichkeiten dem eigentlichen Sinn angepasst.     

FOTO Quelle: Poolalarm                                                                                          weiter zu "Tsunami Frühwarnsystem".......>

Publikationen und Auszug aus interne Schriftwechsel (pdf):
Finanzkrise - Weltfinanzsystem - v. Klaus-Peter Kolbatz
- Autos produzieren saubere Luft - v. Klaus-Peter Kolbatz
Großprojekt zur Sicherung der Energiewirtschaft und Abschaltung der Atomkraftwerke
Das Haarp Projekt, Kapitalverbrechen an unseren Kindern v. Klaus-Peter Kolbatz
Saubere Luft heizt Europa ein - Von Volker Mrasek
Ist die Klimaerwärmung durch Industrieabgase eine Ente !? v. Klaus-Peter Kolbatz
Mobilfunktürme heizen das ErdKlima auf! von Sophia Iten
Aus der die Staub- Aerosolforschung von www.klimaforschung.net
Der Golfstrom als Motor für unsere globale Zentralheizung v. K.-P. Kolbatz
Interner Schriftwechsel:
An Bundesumweltminister-Gabriel_Dynamopark-ersetzt-Atomkraftwerke_11.04.2009.pdf
An das Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, Frau Dr. Claudia Mäder, vom 26. Oktober 2007
An das Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, Frau Dr. Claudia Mäder, vom 10. Juni 2007
Vom Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt, Frau Dr. Claudia Mäder, vom 03.05.2007
An das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz .... (BMU), Herrn Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, vom 10. März 2007
An die Bundeskanzlerin Angela Merkel, vom 10. März 2007
An Herrn Jürgen Trittin, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vom 14. Januar 2003
Vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Prof. Klaus- Töpfer, vom 14. Juli 1994 u. 22.Juni 1994

 

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1.) VIDEO HAARP

2.) VIDEO HAARP 

3.) VIDEO Mobilfunk 

4.) VIDEO HAARP TOP - SECRET

5.) VIDEO Mobilfunk-Blutbild-Gehirn 

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