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07. Oktober 2007, - Eine Million Chinesen
fliehen vor Taifun Krosa
Ausnahmezustand in China: Rund eine Million Menschen
befinden sich in den östlichen Küstenprovinzen Zhejiang und Fujian auf
der Flucht vor dem herannahenden Taifun "Krosa", etwa die
Hälfte davon sind Touristen.
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Peking/Hanoi - Wie die amtliche
Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag berichtete, wurden in der
Provinz Zhejiang 837.000 Menschen an andere Orte gebracht, mehr als
32.000 Schiffe wurden zurück in die Häfen beordert. In der
Nachbarprovinz Fujian wurden 230.000 Menschen in Sicherheit gebracht
und fast 37.000 Schiffe zurückgerufen. |
Mehrere Ferienorte an der Küste wurden geräumt.
Sonntag war der letzte Tag der Nationalferien, an denen fast ganz China
frei hat. In der chinesischen Stadt Zhejiang gab es bereits starke
Regenfälle. Sehenswürdigkeiten an der Küste wurden geschlossen, eine
halbe Million Touristen ins Inland gebracht. Die Behörden gaben eine
Sturmflutwarnung der höchster Stufe heraus. Fährverbindungen und Flüge
wurden gestrichen.
Auch in Shanghai wurden Bewohner unsicherer Gebäude in
den Küstengebieten aufgefordert, sich auf Evakuierungen vorzubereiten.
Shanghai befürchtet Beeinträchtigungen für die Sommerspiele der
"Special Olympics" sowie der Formel-1-Rennen.
Böen von bis zu 126 Stundenkilometern
Der Sturm bewegte sich laut Xinhua entlang der Küste nordwärts. Es
wurde damit gerechnet, dass er im Laufe des Sonntags an der Grenze der
Provinzen Zhejiag und Fujian das Land erreichen würde. "Krosa"
brachte demnach Böen von bis zu 126 Stundenkilometern mit sich.
Das war eine deutliche Abschwächung gegenüber seiner Stärke in
Taiwan, wo der Sturm noch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 162
Stundenkilometern über Land brauste. In Taiwan wurden nach offiziellen
Angaben mindestens fünf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt.
Zwei Männer seien in einem Vorort von Taipeh gestorben, als ihr Haus
von einem Erdrutsch begraben wurde. Ein weiterer Mann sei in der Stadt
Hsinchu von seinem Balkon gefallen, eine Frau starb laut Xinhua in der
Stadt Tainan durch einen Stromschlag.
Der Sturm löste Überschwemmungen und zahlreiche Verkehrsunfälle aus.
Am Samstag waren 2,2 Millionen Haushalte zeitweise ohne Strom. Die meisten
Inlandsflüge wurden abgesagt, auch zahlreiche internationale
Flugverbindungen waren betroffen.
Zwölf Meter hohe Flutwellen
Trotz der deutlichen Abschwächung des Taifuns hielten die chinesischen
Behörden alle Vorsichtsmaßnahmen aufrecht. Selbst wenn der Sturm nach
seinem Weg nach Norden wieder in Richtung offene See abschwenke, müsse
mit heftigen Regenfällen und Windböen gerechnet werden, zitierte Xinhua
Experten.
Davon dürfte auch die Ostmetropole Shanghai betroffen sein, wo am
Sonntag ein Formel-1-Weltmeisterschaftsrennen gefahren wurde. Für die
Provinz Zhejiang wurde eine Warnung vor einer Sturmflut mit bis zu zwölf
Meter hohen Flutwellen ausgegeben. Mitarbeiter von Rettungsdiensten wurden
aus dem Urlaub zurückgerufen.
Das staatliche Flutkomitee von Vietnam teilte indes mit, das durch den
Taifun "Lekima" in der vergangenen Woche 44 Menschen starben, 25
würden weiterhin vermisst. "Lekima" löste vor allem in der
Nacht von Mittwoch auf Donnerstag heftige Überschwemmungen aus, für die
Provinzen im Zentrum des Landes waren es die schwersten seit mehr als zehn
Jahren.
Flüsse traten über die Ufer, die Böen des Taifuns zerstörten oder
beschädigten Zehntausende Häuser. Rund 3000 Soldaten und Polizisten
seien mobilisiert worden, um den betroffenen Regionen zu helfen, teilten
die Behörden mit.
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